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Kohlsuppe Diät: keine dauerhafte Gewichtsreduktion!

In den 1970er Jahren kam mit der Kohlsuppe als „Magic Soup” eine der ältesten so genannten Crash-Diäten aus den USA nach Europa. Die Kohlsuppe Diät verspricht einen nicht unbeachtlichen Gewichtsverlust pro Woche: ein bis zu fünf Kilogramm. Durch die mit der Diät verbundene Entschlackung soll ein weiterer gesundheitlicher Nutzen verbunden sein.
Ärzte und Ernährungswissenschaftler sind sich weitestgehend einig, dass die Anwendung einer Kohlsuppe Diät, sei es als einwöchige Fastenkur ein- oder zweimal jährlich oder als Fastentag einmal pro Woche, für gesunde Menschen nicht schädlich ist. Menschen, die Stoffwechsel- und Kreislauferkrankungen sowie krankhaftes Übergewicht aufweisen, sollten sich jedoch unbedingt ärztlich begleiten lassen. Eine Crash-Diät ist diesen Menschen ohnehin nicht anzuraten. Vielmehr sollten hier die Ernährungsgewohnheiten und der Lebenswandel umgestellt werden.
Als bedenklich stufen Ärzte die schnelle Abfolge mehrerer Fastenwochen mit Kohlsuppe ein, die kurz hintereinander liegen und oft nur von ein- bis dreiwöchigen Pausen unterbrochen werden. Diese Form des Fastens wird leider in vielen Internetforen empfohlen.
Mehr als die Hälfte der Ärzte und Ernährungswissenschaftler lehnt die Kohlsuppe als der Gewichtsreduzierung dienende Maßnahme ab. Sie halten eine dauerhafte Ernährung durch sie für zu einseitig und daher auch ungesund. Es wird zudem verneint, dass die Kohlsuppe als Fettverbrenner, als sogenannter Fatburner, dienen kann. Auch kann sie nicht der Entschlackung dienen, da die Ansammlung von „Schlacken” im Körper durch die Mediziner bestritten wird.
Nach Ansicht der Wissenschaftler ist der starke, aber keineswegs andauernde Gewichtsverlust vorwiegend auf die Kalorienarmut der Kohlsuppe zurückzuführen. Dieser Gewichtsverlust beruht auf äußerst ungesunden Prozessen: Durch den Mangel an Kohlenhydraten werden die Kohlenhydratspeicher im Körper angegriffen, was zu starken Entwässerungen führt. Das Trinken ist daher besonders wichtig, damit der Körper nicht austrocknet!
Als besonders ungesund wird der Eiweißmangel angesehen. Seinetwegen greift der Körper auf die Muskelmasse zurück, was einen Muskelschwund bedingt. So kann viel weniger Fett verbrannt werden, da dies hauptsächlich in den Muskeln geschieht.
Weil eben keine wirkliche Nahrungsumstellung, sondern nur eine Radikalkur stattfindet, ist der Fastende nach dem Ende der Diät durch den Jojo-Effekt schnell wieder bei seinem Ausgangsgewicht angelangt.
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