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Wirksame Mittel gegen Blähungen für jedermann

Während des Verdauungsvorgangs entwickelt der menschliche Körper in einem ganz natürlichen Prozess Gase in Magen und Darm. Werden zu viele dieser Gase produziert, werden diese über den Magen-Darm-Trakt nach draußen abgegeben, das Entweichen der Gase bezeichnet man als Flatulenzen, in der Umgangssprache sind Ausdrücke wie Pups oder Furz gebräuchlich. Prinzipiell handelt es sich bei Flatulenzen nicht nur um einen völlig natürlichen, sondern zugleich sinnvollen Mechanismus des Körpers, im Magen-Darm-Trakt verbleibende Gase können nämlich schnell Schmerzen verursachen. Beide Vorgänge sind unangenehm und in der heutigen Gesellschaft verschrien, aber für beide gibt es neben der natürlichen Darmreinigung meist simple Therapien in Form von bewährten Hausmitteln.

Ein Mittel gegen Blähungen, welches sich besonders bewährt hat, ist Kümmel. Es verhindert zwar nicht den Austritt der Gase, erleichtert aber den natürlichen Verdauungsprozess und unterdrückt den oft mit einhergehenden üblen Geruch. Kümmel ist beispielsweise in der Windsalbe enthalten, einem besonders beliebten Produkt, welches vor allem bei Neugeborenen und Kleinkindern angewendet wird, denn es und soll, wenn man den Bauch damit einreibt, Flatulenzen vorbeugen. Ebenso kann es bei bereits bestehenden Bauchschmerzen angewendet werden, indem die Salbe mit kreisenden Bewegungen um den Bauchnabel im Uhrzeigersinn einmassiert wird, um den Verdauungstrakt von außen zu stimulieren, was den Austritt der Gase erleichtern soll. Zudem ist gerade bei Babys und Kleinkindern der Aspekt der Berührung bei der Bauchmassage von enormer Bedeutung, da die körperliche Nähe den Kleinen, so die Theorie vieler Hebammen und Ärzte, ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt und somit die Schmerzen erträglicher machen soll.

Aber nicht nur Nähe ist wichtig, sondern auch Wärme. Sei es nun die Körperwärme eines anderen Menschen, die beispielsweise bei einer Umarmung abgegeben wird, oder aber eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen als Wärmespender, Wärme ist wirksam gegen die Beschwerden bei Flatulenzen und lindert nicht nur den Schmerz, sondern kann zudem die Arbeit des Verdauungstraktes anregen.

Selbstverständlich ist nicht nur die Behandlung von bestehenden Flatulenzen wichtig, die Prävention sollte ebenfalls im Vordergrund stehen. Um der unangenehmen Entwicklung von Gasen vorzubeugen, ist es wichtig auf seine Ernährung zu achten und bestimmte Lebensmittel zu meiden beziehungsweise in Maßen zu genießen. So gehören beispielsweise extrem ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte oder aber Hülsenfrüchte zu den Lebensmitteln, die die Entstehung von Gasen begünstigen. Gewisse Bestandteile können im menschlichen Körper nicht verwertet werden und führen so zu einer Steigerung der Gasproduktion. Zu diesen Lebensmitteln zählen neben Zwiebeln, Sauerkraut und Vollkornprodukten zum Beispiel auch Kohl und Bohnen. Beim Verzehr dieser Speisen ist darauf zu achten viel Wasser zu trinken und eventuell die Gerichte mit Kümmel zu verfeinern, damit dieser seine vorab beschriebene Wirkung entfalten kann.